2010
     2009
     2008
     2007
     2006
     2005
     2004
     2003
     2002
     2001
     2000
     1999
    
26. Februar 2009
GERRY WEBER trotzt Konjunkturkrise mit neuen Rekordwerten im Geschäftsjahr 2007/2008
 
- Zweistelliges Umsatzwachstum bei überproportionaler Steigerung sämtlicher Renditekennzahlen
- Strikte Überwachung der Renditeziele in Konsumflaute

 
Die GERRY WEBER International AG schloss das Geschäftsjahr 2007/2008 trotz schwieriger gesamtwirtschaftlicher Rahmenbedingungen mit neuen Rekordwerten bei Umsatz und Ertrag ab. Mit einem Plus von 12,4 Prozent bei den Konzernumsätzen und einer EBIT-Marge von 11,0 Prozent erreichte das Unternehmen seine Ziele auch in einem Jahr mit stagnierender Konjunktur und einer sich verschärfenden Einzelhandelskrise. „Unsere hervorragende Unternehmensentwicklung ist vor allem darauf zurückzuführen, dass wir verstärkt selbst die Verantwortung am Point of Sale übernehmen. Die GERRY WEBER-Gruppe ist nicht nur ein starker Partner des Handels, sondern stellt sich zunehmend als vertikaler Systemanbieter auf, der die gesamte Wertschöpfungskette von der Produktentwicklung bis zum Verkauf in den eigenen Stores in der Hand hält“, erklärte der Vorstandsvorsitzende Gerhard Weber. „Mit unserem flexiblen Vertriebskonzept nutzen wir konsequent die Chancen, die der Markt bietet, und weisen seit Jahren deutlich höhere Wachstumsraten auf als der Branchendurchschnitt.“

Das rasante Wachstum der GERRY WEBER-Gruppe schlug sich erneut in den Konzernumsätzen nieder, die von 507,1 Mio. Euro auf 570,0 Mio. Euro zulegten. Die Steigerung von 12,4 Prozent wurde durch die sehr gute Entwicklung sowohl der Kernmarke GERRY WEBER als auch der eigenen Retail-Aktivitäten getragen. Die Markenumsätze verbesserten sich um 8,6 Prozent von 461,8 Mio. Euro auf 501,4 Mio. Euro. Die Kernmarke GERRY WEBER legte gegenüber dem Vorjahr um 12,1 Prozent auf 372,3 Mio. Euro zu und steigerte ihren Anteil am Gesamterlös um 3,7 Prozentpunkte auf 72,5 Prozent, was die herausragende Bedeutung von GERRY WEBER für den Konzern bestätigte.

Zum Erfolg der Kernmarke trugen die Sublabels maßgeblich bei. Die Einzelteilkollektion GERRY WEBER EDITION erhöhte ihren Umsatz um 32,2 Prozent auf 119,5 Mio. Euro und verbuchte einen Anteil von 32,1 Prozent am Umsatz der Kernmarke. Das preisaggressive Label G.W. erzielte ein Plus von 12,1 Prozent auf 18,5 Mio. Euro und erwirtschaftete 5,0 Prozent des Umsatzes von GERRY WEBER.

Die Umsätze der zweiten Konzernmarke TAIFUN, die auf die jüngere „Modern Woman“-Kundin abzielt, lagen mit 99,3 Mio. Euro auf dem Niveau des Vorjahrs. Ihr Anteil am Gesamtumsatz verringerte sich auf 19,3 Prozent. Die in einem wachstumskräftigen Nischensegment positionierte Marke für Anschlussgrößen SAMOON erzielte einen Umsatz von 29,8 Mio. Euro, was etwa dem Vorjahreswert entsprach, und trug 5,8 Prozent zu den Konzernerlösen bei.

Das wachstumsstärkste Segment waren erneut die eigenen Einzelhandelsaktivitäten. Der Retail-Bereich, der die Erlöse der 108 in Eigenregie betriebenen HOUSES OF GERRY WEBER im In- und Ausland zusammenfasst, steigerte seine Umsätze um 26,8 Prozent von 88,7 Mio. Euro auf 112,5 Mio. Euro. Hauptgrund für die Zunahme war die Neueröffnung von 42 zusätzlichen HOUSES OF GERRY WEBER. Auf bestehender Fläche erhöhten sich die Umsätze im Vorjahresvergleich um durchschnittlich 2,0 Prozent, so dass die GERRY WEBER-Gruppe auch in ihrem organischen Retail-Wachstum deutlich über dem Branchendurchschnitt lag. Der Anteil der Retail-Umsätze an den Konzernumsätzen erhöhte sich um 2,2 Prozentpunkte auf 19,7 Prozent. Die Gesamtzahl der HOUSES OF GERRY WEBER am 31. Oktober 2008 belief sich auf 287, von denen 179 durch Franchise-Partner betrieben wurden, deren Umsätze nicht in das Retail-Geschäft einfließen.

Im Geschäftsjahr 2007/2008 konnte die GERRY WEBER-Gruppe ihre Internationalisierung erfolgreich vorantreiben und ihre Marktanteile im Ausland ausbauen. Schwerpunkte der Auslandsexpansion waren Osteuropa sowie der Mittlere und der Ferne Osten. Die Exportquote sank dennoch geringfügig von 44,8 Prozent auf 44,6 Prozent, was auf das starke Wachstum der inländischen Retail-Aktivitäten zurückzuführen war.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verbesserte sich um 19,2 Prozent von 62,1 Mio. Euro im Vorjahr auf 74,0 Mio. Euro. Das operative Ergebnis (EBIT) erhöhte sich um 21,3 Prozent von 51,7 Mio. Euro auf 62,7 Mio. Euro. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) lag mit 57,4 Mio. Euro um 23,2 Prozent über dem Vorjahreswert von 46,6 Mio. Euro. Die jeweiligen Margen erhöhten sich entsprechend. Der Jahresüberschuss belief sich auf 39,4 Mio. Euro und stieg damit gegenüber dem Vorjahreswert von 27,0 Mio. Euro um 46,2 Prozent. Das DVFA-Ergebnis je Aktie auf Basis der ausstehenden Aktienanzahl von 22.508.820 Stück verbesserte sich auf 1,75 Euro. Die Eigenkapitalrendite bezogen auf das operative Ergebnis lag bei 34,6 Prozent. Der Return on Investment erhöhte sich von 19,0 Prozent auf 21,1 Prozent.

Die sehr gute Renditesituation des Unternehmens veranlasst den Vorstand, der Hauptversammlung eine Gewinnausschüttung in Höhe von 0,75 Euro je stimmberechtigter Aktie vorzuschlagen. Dies sind 50 Prozent oder 0,25 Euro je Aktie mehr als im Vorjahr.

Das hohe Expansionstempo der GERRY WEBER-Gruppe schlug sich auch in der Entwicklung der Mitarbeiterzahlen nieder. Im Geschäftsjahr 2007/2008 wurden konzernweit 303 neue Stellen geschaffen, darunter 205 in Deutschland, die vor allem auf den Retail-Bereich entfielen. Zum Bilanzstichtag stieg die Anzahl der Mitarbeiter von 2.018 im Vorjahr auf 2.321.

Die GERRY WEBER-Gruppe ist überzeugt, im laufenden Geschäftsjahr trotz der schwierigen konjunkturellen Rahmenbedingungen weiter zu wachsen. Bis die Wirtschaft wieder an Schwung gewinnt, wird das Unternehmen ein schnelles Umsatzwachstum zugunsten einer gesicherten Rendite zurückstellen. „Wir werden die aktuelle Wirtschaftskrise nutzen, um uns von Kunden mit schlechter Bonität zu trennen“, so der Vorstandsvorsitzende weiter. „Mit einer Forderungsausfallquote von nur 0,1 Prozent heben wir uns deutlich von unseren Wettbewerbern ab. Wir werden auch zukünftig jeden Auftrag genau prüfen und die Einhaltung unserer Renditeziele strikt überwachen.“

Unter den Voraussetzungen, dass das allgemeine Konsumklima in der zweiten Jahreshälfte stabil bleibt und dass sich die Orderrunde für die Herbst/Winter-Kollektion 2009 positiv entwickelt, rechnet die GERRY WEBER-Gruppe im Geschäftsjahr 2008/2009 mit einem Umsatzplus im zweistelligen Bereich. Die EBIT-Marge soll auf zwölf Prozent gesteigert werden. Für das folgende Geschäftsjahr sind ein zweistelliges Umsatzwachstum und eine EBIT-Marge von 13 Prozent geplant.

Vor allem das Retail-Geschäft soll weiter forciert werden. „Mit einer Eigenkapitalquote von 60,9 Prozent sind wir in Zeiten erschwerter Refinanzierungsmöglichkeiten sehr gut am Kapitalmarkt aufgestellt. Unsere erfreuliche Liquiditätssituation erlaubt es uns, unsere geplanten Investitionen trotz der verschlechterten gesamtwirtschaftlichen Aussichten uneingeschränkt durchzuführen“, bestätigte Gerhard Weber abschließend. Im laufenden und in jedem der kommenden drei Jahre will das Unternehmen jeweils etwa 100 weitere HOUSES OF GERRY WEBER eröffnen, von denen etwa die Hälfte in Eigenregie geführt werden soll. Als enger Partner des Handels wird die GERRY WEBER-Gruppe auch ihr Wholesale-Geschäft kontinuierlich ausbauen. Im aktuellen Geschäftsjahr sollen rund 200 neue Shop-in-Shops eröffnet werden.



Die GERRY WEBER-Gruppe in Zahlen:

in Mio. € (nach IFRS)

31.10.2008

31.10.2007

Umsatz

570,0

507,1

EBITDA

74,0

62,1

EBITDA-Marge

13,0%

12,2%

EBIT

62,7

51,7

EBIT-Marge

11,0%

10,2%

Jahresüberschuss

39,4

27,0

DVFA-Ergebnis je Aktie in €

1,75*

1,18

Brutto-Cashflow

68,7

57,0

Investitionen

21,6

19,1

Mitarbeiter am 31.10.

2.321

2.018



Ansprechpartner für Investor Relations:
Hans-Dieter Kley
Tel.: +49 (0) 52 01 185-0
E-Mail: b.uhlenbusch@gerryweber.de
www.gerryweber-ag.de
 
« Zurück      Drucken
 
 

  GERRY WEBER
TAIFUN
SAMOON by GERRY WEBER
Shopfinder de